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Auf zur verlorenen Stadt

Dschungel

Alexander auf Dschungel-Trip in der Sierra Nevada de Santa Marta.
Archäologie und Abenteuer in Kolumbien. Außerordentlich und Ausnahme sind die ersten Assoziationen, die der weitgereiste Backpacker von diesem Trip mitbringt. Aber hallo, kann man nur sagen. Das erlebst du so schnell nicht wieder. Während extrem giftige Kröten, tropische Schlangen und bewaffnete Drogenschmuggler um uns herum irgendwo im Dickicht des Dschungels sind, baumeln wir gemütlich in der Hängematte und versuchen einzuschlafen. Doch eine Million Moskitos und nächtliche Hitze lassen einfach nicht locker. Das ist keine Frage der Gewöhnung, sondern einfach Tatsache.

Auf allen Vieren

Im Morgengrauen wachen wir vom Geklapper mit Bechern aus Blech auf und werden umgehend mit schwarzen Kaffee und frittierten Maisfladen von unserem Koch verwöhnt. Ja, denn wir sind fünf Ausländer auf Dschungel-Trip in Kolumbiens Norden, im Hinterland von Santa Marta. Ein Führer, ein Koch und ein Träger arbeiten für uns die fünf Tage lang, die wir für Hin- und Rückweg zur Ciudad perdida brauchen. Ziel ist die verlorene Stadt mitten im Urwald der Sierra Nevada de Santa Marta, einer Ausgrabungsstätte präkolumbischer Zeit. Einzige Möglichkeit dorthin zu kommen ist zu Fuß. Denn die Luxus-Variante per Hubschrauber bedarf einer kostspieligen Ausnahmegenehmigung von der nationalen Behörde. Und Straßen gibt es keine dorthin.
Die Anstrengung der gestrigen Etappe steckt uns noch in den Knochen und Muskeln. Zwar war es nur eine vierstündige Wanderung, aber dafür kam ein tropischer Regenguss gut eine halbe Stunde lang herunter, der alle europäischen Erfahrungen mit heftigsten Regenschauern wegspült. Danach waren alle Wege und Pfade aus rotem Lehm völlig aufgeweicht und derart rutschig, dass wir zum Teil auf allen Vieren gekrochen sind.

Der Tipp von Campingausruestung.net:

Der wasserdichte Rucksack von Orca

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Rösten über dem Feuer

Nur gut, dass ich einen besonderen wasserdichten Rucksack dabei habe: den Orca Wetbag Rucksack. Da kommt kein Tropfen rein, selbst bei den Flussdurchquerungen blieb der Inhalt trocken. Das ist bei einem Dschungeltrip in den Tropen nicht unwichtig, denn was einmal nass wurde, trocknet wegen der immens hohen Luftfeuchtigkeit nicht mehr. Außer, man röstet es über dem Feuer und hat nichts gegen den Rauchgestank dabei.

In der zweiten Nacht baumelt mein Po in der Hängematte über großen weißen Plastiksäcken voller Drogenblätter. Die Hütte, die uns ein Dach über dem Kopf bietet, mehr aber auch nicht, gehört offenbar Drogenbauern. Eine absolut verbreitete Tätigkeit in dieser Gegend, wie der Führer uns versichert. Nachts wird die Ware zur Karibikküste geschafft und tagsüber angebaut. Solange man den Bauern und Händlern nicht in die Quere kommt, passiert nichts. Unser Guide selbst war Drogentransporteur und kennt sich daher sehr gut aus in diesem Metier.
Am dritten Tag erreichen wir endlich unser Ziel: Die verlorene Stadt. Mitten im grünen Dickicht und am Ende einer ewig langen Treppe kleinster steiniger und rutschiger Stufen kommen wir oben an. Obwohl wir wirklich kaputt sind vom tropischen Klima, der irgendwie dünnen Luft und stundenlangen Wanderungen, sehen wir lauter Terrassen, Mauern und von Menschenhand errichtete Spuren. Ein sechsköpfiger Trupp Waldarbeiter arbeitet das ganze Jahr über, um die wenigen sichtbaren Terrassen von der üppigen Vegetation frei zu halten. Doch wir wissen, dass diese verlorene Ruinenstadt neben Machu Picchu eine der größten wiederentdeckten präkolumbischen Städte ganz Südamerikas ist.

 

Bildquelle: Thinkstock, 456742813, iStock, IakovKalinin

 

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