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Die Grundausrüstung für sicheres Klettern

Junge Frau beim Sportklettern

Klettern gehört – an der frischen Luft ebenso wie in der Halle – zu den gefragtesten Trendsportarten. Durch die Beanspruchung des ganzen Körpers stählt es die Muskeln und fördert die Ausdauer. Doch nicht nur eine gute Fitness ist für diesen Sport von großer Bedeutung, auch eine gute Ausrüstung muss her. Sie sichert den Sportler maßgeblich und soll ihn in seiner Bewegungsfreiheit unterstützen. Hier erfahren Sie, welche Materialien Sie zum Klettern benötigen und auf was Sie besonders achten sollten.

Das richtige Kletterseil:

Eines der wichtigsten Hilfsmittel eines Kletterers ist das Seil. Hier kommt es ganz darauf an, in welchem Gelände Sie unterwegs sind: Für Hallen wird üblicherweise ein Einfachseil genutzt, während bei Kletterausflügen in die Berge das Zwillingsseil zum Einsatz kommt. Beim Kauf müssen Sie darauf achten, nur Seile, die die Anforderungen der Europäischen Norm EN 892 erfüllen, zu kaufen. Dies erkennen Sie durch eine Markierung am Seilende. Die Erfüllung dieser Anforderungen ist besonders wichtig, da sie die zulässige Anzahl der vom Seil auszuhaltenden Stürze, die Seildehnung (wie weit darf sich das Seil bei einem Sturz nach unten dehnen?) , die sogenannte „Fangstoßkraft“ (die Kraft, die beim Abbremsen durch das Seil entsteht) sowie die Knotenweite (Größe des Knotens) und die Mantelverschiebung angibt. Anfängern ist immer geraten, sich vor dem Kauf ausführlich beraten zu lassen. Es geht um Ihre persönliche Sicherheit!

Der passende Klettergurt:

Kletterhalle

Klettergurte gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Brust- und Hüftgurte sowie Mischungen daraus sind erhältlich. Während vom Brustgurt beinahe vollständig abzuraten ist, sind Hüftgurte die geläufigste Form unter den Klettergurten. Am sichersten ist die Kombination aus Brust- und Hüftgurt. Beim Kauf eines Klettergurtes müssen Sie sicherstellen, dass er „sitzt, passt und Luft hat“, wie ein Sprichwort es schön sagt. Es darf auf keinen Fall passieren, dass Sie im Falle eines Sturzes zu weit aus den Gurten rutschen, jedoch darf Ihre Bewegungsfreiheit auch nicht eingeschränkt sein, da Sie sich sicher an der Wand bewegen müssen. Wichtig sind zudem ein bequemer Sitz und gute Polsterungen, denn durch die Lage genau zwischen den Beinen können bei nicht passenden Gurten schnell unangenehme Reibungen oder zwickende Stellen entstehen. Der Sitz des Gurtes muss vor jedem Klettern – am besten durch einen Partnercheck – geprüft werden.

Das Schuhwerk:

Robuste Kletterschuhe sind ein weiteres Muss für jeden Kletterer, egal ob Anfänger oder Profi. Die Füße sind einer großen Belastung ausgesetzt und sollten unbedingt durch robuste Kletterschuhe geschützt werden. Die speziellen Kletterschuhe wirken unförmig, sind jedoch äußerst hilfreich und nützlich dabei, guten Halt an der Wand zu finden. Dies wird durch ein robustes und haftendes, aber weiches und bewegliches Material gewährleistet, dass auch die Bewegung der Zehen nicht einschränkt.

Karabinerhaken:

Jeder Kletterer muss außerdem über ein Arsenal an unterschiedlichen Karabinerhaken und Kletterkeilen verfügen. Diese werden neben der Sicherung an der Wand auch für die Befestigung des Seiles am Gurt und für andere Hilfsmittel verwendet. Hier gibt es unterschiedlichste Formen und Ausführungen, Sie sollten jedoch auch hier immer auf die Zertifizierung der Europäischen Norm achten. Auch der Verschluss der Karabiner muss vor jedem Aufstieg genau geprüft werden.

 

Fotoquelle: Fotolia, 17641575, ArtmannWitte

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