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Globetrotter – Der Outdoor-Ausstatter

Globetrotter – Der Outdoor-Ausstatter

WandererZwei Outdoor-Freaks eröffneten Ende der Siebziger Jahre in Hamburg Norddeutschlands erstes Spezialgeschäft für Trekkingzubehör. Das Unternehmen Globetrotter Ausrüstung war geboren. Seitdem hat sich der Globetrotter-Shop als führendes Fachgeschäft für Trekkingzubehör in Deutschland etabliert. Aber auf das rasante Wachstum der ersten drei Jahrzehnte folgte 2013 der Einbruch: Der Einzelhandel stagnierte, das Online-Geschäft ging zurück. Der Outdoor-Markt wurde überschätzt und die Konkurrenz zog an.

Unternehmensgeschichte

Im September 1979 eröffneten die beiden Globetrotter und Überlebensexperten Klaus Denart und Peter Lechhart „Norddeutschlands erstes Spezialgeschäft für Expeditionen, Safaris, Survival, Trekking“. Seitdem hat das Unternehmen kräftig expandiert und mittlerweile Filialen in acht deutschen Städten, darunter auch München und Berlin. 1.500 Mitarbeiter vertreiben derzeit bundesweit über 35.000 Artikel von über 1.000 Marken. Die beiden Hausmarken des Outdoor-Ausstatters lauten Meru und Kaikkialla. Rund um das Thema Outdoor informieren der eigene Web-TV-Sender 4-Seasons.TV, die Seiten reiseberichte.com und outdoor.de sowie das Outdoor-Community-Portal 4-Seasons.de. Das Kundenmagazin 4-Seasons erscheint viermal im Jahr und ist mit einer Mindestauflage von 400.000 Exemplaren das auflagenstärkste Outdoor-Magazin Europas.

Der Outdoor-Markt im Wandel

Nach dem starken Wachstum der ersten drei Jahrzehnte stagnierte der stationäre Handel 2013 erstmals, das Online-Geschäft verlor sogar deutlich an Umsatz. Globetrotter-Chef Lipke bekannte im Sommer in einem Interview mit der FAZ, dass der Outdoor-Markt überschätzt wurde und fügte hinzu: „Outdoor ist immer noch eine Nische“. Gleichzeitig wuchs die Konkurrenz, die Hersteller expandierten und eröffneten eigene Filialen. Damit hatte das Unternehmen nicht gerechnet. Nun muss der Outdoor-Händler seine Strategie anpassen. Vorerst wird nach der Eröffnung der neunten Globetrotter-Filiale am 14. September 2014 in Stutt­gart kein weiterer Outdoor-Store mehr eröffnet. Außerdem überdenkt die Unternehmensführung die Zusammenarbeit mit Marken wie Jack Wolfskin, The North Face und Mammut, die in der jüngsten Vergangenheit eigene Filialen eröffneten. Im Outdoor-Bereich entstehen zusätzlich neue Zusammenschlüsse, um auf dem hart umkämpften Markt zu bestehen. So haben sich bereits Backcountry und Bergfreunde.de vereinigt, Blue Tomato ging an Zumiez und die Bergzeit GmbH wurde in die Südtiroler Sportler AG aufgenommen. Auch Globetrotter zog nach und holte sich das schwedische Unternehmen Fenix Outdoor, bekannt für Marken wie Fjällräven, mit 20 Prozent als strategischen Partner und Gesellschafter an Board.

Die neue Unternehmensstrategie

Der Handel mit Outdoor-Artikeln boomte noch bis vor ein paar Jahren, hat aber in jüngster Zeit etwas nachgelassen. Damit gab es einerseits mehr Konkurrenz auf dem Markt, andererseits aber auch eine kleinere Marktnachfrage. Der Hamburger Outdoor-Händler schloss das laufende Geschäftsjahr zum 28.2.2014 stationär nur auf Vorjahresniveau ab, während das Online-Geschäft sogar deutlich verlor. Die neue Unternehmensstrategie sieht so aus, dass vorerst keine weiteren Filialen mehr eröffnet werden, die Zusammenarbeit mit bestimmten Marken überdenkt wird und Fenix Outdoor mit 20 % am Unternehmen Globetrotter Ausrüstung GmbH als strategischer Partner und Gesellschafter einsteigt.


Fotoquelle: Thinkstock, 122516077, Ingram Publishing, Ingram Publishing

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