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Japanische Soße und Frisbeescheibe

Paar fährt Auto

Eine regionale Reisegeschichte von Horst-Joachim

Einen Freund zog es eines Tages wohntechnisch ins Allgäu, genauer gesagt nach Wald im Ostallgäu, kurz hinter Marktoberdorf. Und wir als gute Ex-Mitbewohner entschlossen uns, ihn zu einem Picknick zu besuchen. Gesagt, getan… aber gleichzeitig wussten wir, dass es mit dem Picknick so seine Schwierigkeiten hat. Denn wir ahnten, dass in seinem jungen Haushalt noch etwas Entscheidendes fehlt: Möbel.

Also, das Auto bis unters Dach vollgepackt mit allem, was man so zum Picknick braucht. Futter für ihn, Futter für unseren mittelgroßen Hund, Futter für uns. Das Auto war so voll, dass gerade noch die zwei Vordersitze und der Platz für den Vierbeiner auf der Rückbank frei blieben. Getränke wollten wir unterwegs besorgen.

„Hier wird nichts geklaut.“

Hinein in das Gefährt und erst Mal auf die Autobahn, die E54. Dann die B12 runter nach Kaufbeuren und Marktoberdorf. Ab Geisenried weiter auf Landstraßen bis Wald im Ostallgäu. Wald ist ein schnuckeliges, kleines Dorf mit knapp 1.000 Einwohnern. Die Gemeinde hatte einige Kleinstgeschäfte mit allem, was der Dorfbewohner so braucht. Wald ist so hübsch und idyllisch, dass mich eines Tages der Bürgermeister höchstpersönlich anpfiff, weil ich mein Auto ordentlich abschloss. „Hier wird nichts geklaut“, hieß es. Und es wurde auch nichts geklaut. Wald selbst liegt in leicht hügeliger Landschaft mit Wiesen, Wäldern und Äckern. Von dort ist es nicht weit zu so netten Orten wie Füssen oder zum Hopfensee. Und bei der flotten Umgebung fällt es nicht leicht, einen geeigneten Ort für das Picknick zu finden. Uns juckte es, am Hopfensee zu picknicken. Vorher noch schnell die Getränke gekauft. In einem Restaurant direkt am See. Großes Wundern, denn in dem bayrisch eingerichteten Laden standen kleine Flaschen mit japanischer Suppentunke auf den rot-weiß gestreiften Tischdecken. Anpassung ist auch in Bayern alles: Beim Abschied unseres Kurzeinkaufs bemerkten wir nämlich, dass ein Bus mit japanischen Touristen auf den Parkplatz zusteuerte. Alsdann, endlich eine Wiese, ein Flugdrachen über uns, ein paar Bäume rechts und links und in der Ferne die Allgäuer Alpen.

Tipp von Campingausruestung.net

Der 10T Campingstuhl lightBoy

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Aber nun alles raus aus dem Wagen: Klugerweise hatten wir gleich drei Campingstühle eingepackt. Der 10T Campingstuhl lightBoy ist schwarz, faltbar und hat sogar gepolsterte Sitze sowie Rückenlehnen und einen Getränkehalter. So macht spontanes Camping richtig Spaß.

Hühnchen im Hundemaul

Jetzt aber ran an die Buletten. Die gab es nämlich, dazu Kartoffelsalat, Hühnchen und Nudelsalat. Aber aufgepasst, denn auch der Hund hatte Hunger… und schwupps, ein halbes vorgegrilltes Huhn war verschwunden. Inklusive Hund. Ihn fanden wir bald, selig vor sich hin schmatzend. Aber von dem Hühnchen gab es nur noch Reste und – Gott sei Dank – noch eine Menge der ach so köstlichen Röhrenknochen. Die hatte der bellende Gefährte noch nicht verspeist. Immerhin, der Hopfensee bot einiges an Unterhaltung. Wir hatten unsere flotten Campingstühle in unmittelbarer Ufernähe aufgestellt und vergnügten uns nach dem üblichen Mittagsschläfchen mit Berge raten, Schiffe gucken, Frisbee-Werfen und ausgesprochen netter Hundejagd – rein in den See mit Scheibe, raus aus ihm mit leerem Maul.

 

Img.: Thinkstock, 497996931, iStock, Niccolo┬┤ Simoncini

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