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Inseltraum in der Nordsee – Amrum

Strandkörbe

Warum in die Ferne schweifen – für uns Norddeutsche liegen Ost- und Nordsee so nah. Nur ein, zwei Autostunden entfernt (die Fähr-Überfahrt nicht eingerechnet), sind zum Beispiel die nordfriesischen Inseln gut erreichbar. Mein persönlicher Favorit ist Amrum. Hier gibt es nur zwei Campingplätze, die nahe beieinander liegen. Einer davon ist ein FKK-Camp. Ein paar Meter entfernt liegt der supernette Platz, den die Familie Schade führt.

Vor der Überfahrt: Ballast abwerfen

Die Überfahrt mit der Wyker Dampfschiffs-Reederei ist allerdings nicht billig. 2010 haben wir für ein Auto mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern etwa 140 Euro bezahlt. Nimmt man nur das Fahrrad mit rüber (und das würde ich empfehlen), liegt man bei etwa 30 Euro. Und Radeln kann man auf der Insel ganz vorzüglich. Also: Auto stehenlassen und mit kleinem Gepäck fahren.

Endlich drüben

Das Camp „Zeltplatz 1“ selber ist in wenigen Radminuten erreichbar. Wenn man von der Fähre kommt, links halten, und der Hauptstraße („Inselstraße“) folgen. Es liegt auf der linken Seite. Auch wenn auf der Insel sehr wenige Autos unterwegs sind, sollten  Radfahrer beim Kreuzen der Fahrbahn hier besonders aufpassen! Ein etwas rumpeliger Pfad führt zum Campingplatz  selbst, ein nicht allzu großer Auto-Parkplatz und reichlich Platz für Zweiräder sind vorhanden.

Das Zelt trägt sich leider nicht selbst durch die Dünen

Der Platz liegt eingebettet in den Dünen, alle Untergründe und Wege bestehen nur aus – Sand.  Eigentlich ist das ja toll und die Kinder freuen sich, aber das Gepäck lässt sich deshalb nicht mit den Rädern, sondern nur mit Bollerwagen bewegen. Tipp für die Saison: Erst losgehen  und einen  Platz suchen, dann das Gepäck holen. Der Platz ist halt nicht riesig und im Sommer gut belegt. Wohnwagen und Wohnmobile gibt es hier nur im rechten Abschnitt, die Zeltler bleiben hier unter sich. Camping pur also. So pur, dass es gar nicht so einfach ist, eine Stelle mit halbwegs ebenem Untergrund zu finden. Aber irgendwann hat man’s geschafft und dann geht es ans Erkunden der Umgebung.

Bohlenweg ins Paradies

Der Campingplatz liegt im Süden der Westküste Amrums, die für ihren kilometerlangen weißen Strand berühmt ist. Dorthin führt ein eigens angelegter Weg aus Holzbohlen – Achtung, glitschig bei Feuchtigkeit und splittergefährlich, nicht barfuß gehen! Der etwa 15-minütige Marsch durch die Dünenlandschaft und über den „Nehrungssee“ lohnt sich: Ein traumhafter Blick auf das Meer und das Watt! Ein Erholungstraum: Lenkdrachen, spielende Kinder, Wattwanderungen, kilometerweiter Blick. Herrlich! Und auch nach zwei Wochen Urlaub noch nicht langweilig. Eben ein echtes Insel-Paradies.

Was man sonst auf Amrum machen kann

Ich sage ja immer: Wenn an der Nordsee das Wetter nicht gut ist, dann bleibt es zumindest nicht lange so. Der Wind fegt die Regenwolken einfach weg. Die Freizeitangebote auf Amrum sind zwangsläufig eingeschränkt, schließlich ist die Insel nur gut 20 Quadratkilometer groß. Hier ein paar Tipps:

Reiten – im Norddorf gibt es einen großen Reiterhof, der geführte Touren auch für Anfänger anbietet.

Minigolf – ein wirklich freakiger Platz mit lustig gestalteten, selbstgebauten und teils ultraschwierigen Bahnen findet sich westlich des Wegs nach Norddorf. Nichts für Ungeduldige…

Baden – die Wasserqualität rund um die Insel ist sehr gut (offizielle Infos dazu)

Gut Futtern –­ der Nordfriese hat ja leckeren Fisch und vor allem die feiste Friesentorte – ein Genuss.

Auf dem Campingplatz bleiben –­ die Familie Schade hat einen regelrechten kleinen Dorfplatz eingerichtet, auf dem man kochen und essen und nett zusammensitzen kann. Auch Tischtennisplatten stehen hier und einmal die Woche gibt es Live-Musik!

Übrigens: Wer nicht immer nur radeln will, hat vielleicht Lust, die Insel mit einem E-mobil zu erkunden. Hier kann man den witzigen Renault Twizy zu einem fairen Preis mieten.

 

Fotoquelle: hinkstock, 476048209, iStock, kunertus

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2 Kommentare
  • Terence 24. Oktober 2012

    Amrum ist klingt toll. Freunde von mir sind da häufiger und sagen immer wieder wie sehr es ihnen auf der Insel gefällt. Ich mag campen aber weniger und habe bis jetzt auch kein Bedürfnis entwickelt es noch einmal auszuprobieren. Aber wer es mag, klingen tut es gut 🙂

  • Lewis 29. Oktober 2012

    Für mich ist Amrum nach Sylt die Nr.2. Aber ich muss schon zugeben, bei schönem Wetter und frischer Luft einen Nachmittagskuchen inkl. Kaffee genießen ist schon ganz nett.

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